Halbgott-Schmiede

Legenden sterben doch

Tagebuch des Gaius, aus der Familie der Claudier

In der Nacht vom 32 Effard auf den 33 Effard im fünfzigsten Jahr nach Fran-Horas Invictus Krönung, wurden wir alle als Neulinge zur Nachtwache verdonnert. Ein gar recht sinnloses Unterfangen in einer Stadt wie Bosparan, außer ein paar zerlumpten Bettler haben wir hier nichts zu befürchten. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, nur einige meiner Männer wurden von ihrer Müdigkeit überwältigt, es gelang allerdings sie bis zum Morgengrauen wieder wach zubekommen. Das Aufregendste war gar die, wohl wöchentliche, Brotlieferung.
Nachdem die Wache beendete war ging es für uns wieder auf den Platz in der Mitte der Kaserne. Nach der Morgendlichen Ansprache, die der vom letzten Tag sehr glich, war wieder Training angesagt. Ich kämpfte diesmal mit Vigvaldur, oder wie sich der Hjaldinger nannte. Da er einmal seine Deckung vernachlässigte Versuchte ich, da er nicht besonders viele Möglichkeiten dafür lies, den schlag für ihn abzufangen. Da sah ich wie Al’Tiburunus Thuan fast tot prügelte mit einem abgebrochenem Kurzschwert. Ich schritt ein, war es doch meine Pflicht als Decurio meine Männer davon abzuhalten, das sie sich gegenseitig töteten. Al’Tiburunus und sein Partner Maloschin, schienen darüber nicht besonders glücklich, sahen es aber doch ein und ich musste nicht zu härteren Mitteln greifen, habe sie aber weiterhin im Blickfeld.
Danach versuchten wir uns wieder einmal an der Hindernisbahn, allerdings unser Magier der es wohl am nötigsten hätte zu üben wurde abgestellt um mit dem Centuriomagus irgendetwas zu üben, es stellte sich im Nachhinein heraus das sie einen Dämon beschworen, was Vigaldur nicht besonders zu freuen schien. Wir schafften diesmal den Pakour deutlich besser als beim letzten Mal, da wir in Gruppen von drei Mann vorgingen, nach erstem Abschluss versuchten wir uns noch einmal an einigen Hindernissen um neue Möglichkeiten auszuloten diese zu überqueren. Vor allem Bockspringen, erwies sich bei Hindernissen bei denen weit gesprungen werden musste als nützlich, aber auch diversere Kletterhilfen wie die Räuberleiter, kamen bei der Eskaladierwand und anderen Kletterhindernissen zum Einsatz. Bei den Balancierbalken scheint es sehr nützlich sie Hand in Hand abzuschreiten um so weniger auf das Gleichgewicht achten zu müssen. Bei dem Hindernis bei dem man unterdurch gleiten sollte, hilft wohl vor allem eine gute Rüstung.
Wir gingen danach zurück zu essen, ich sah mir allerdings noch einmal an was die Magier dort geraden Taten, und es kam zu Vigvaldurs Reaktion.
Danach wurde ich wieder mit dem Theorie unterricht, dieses fürchterlichen Shinxir-Hochgeweithen gequält, der Unterricht bei Amenelaus, wirkte auf mich deutlich näher an der Praxis.
Da wir an diesem Abend nicht Wache halten mussten würfelten ich und ein paar meiner Kameraden.

Am 34. Effard des fünfzigsten Jahres von Fran-Horas Invictus Herrschaft. Kam es zu einem Merkwürdigen Vorkommnis, die andere Decurie, angeführt von einer Frau und auch noch Rondragläubigen, dieser Glaube ist nur eine Modeerscheinung, kam erst gar nicht und traf dann während unsere Nahkampftrainings ein. Einer von ihnen hatte ein Loch, vermutlich von einer Sense, in der Brust. Und war definitiv tot. Der nächste hatte einen Arm verloren, schien aber nur auf dem Niveau einer Fleischwunde zu sein. Nach einer kurzen Besprechung, sprach mich Abu an das es wohl bessere wäre zu trainieren. Ich fand den Vorschlag gut und lies die acht, da mein Magier Lucardus den verwundeten Helfen sollte, an in 4er gruppen gegeneinander zu Kämpfen und ging durch die Reihen und zeigte, vor allem den nicht sehr Kampferfahrenden, einige Tricks und Kniffe. Thuan lies ein bissiges Kommentar hören, muss ihn wohl mal wieder bestrafen. Nach einiger Zeit schlossen auch die anderen Prätorianer der Rondra-Decurio sich uns an, ich fand es erschreckend wie viele Fehler ich selbst noch bei ihnen finden konnte. Kein Wunder das sie gegen ein paar Bettler so stark dezimiert wurden.
Danach folgte wie immer ein Mittag essen und der Theorieunterricht, der heute von Amenelaus geführt wurde. Er war eindeutig, zumindest was die Theorie anging, der bessere Lehrmeister, allerdings scheinen sich seine Kenntnisse nur ein wenig über meinen zu befinden. Vielleicht ist es mir auch bald möglich den Theorieunterricht selbst zu leiten.
In meiner Freizeit machte ich einige Besorgungen in Bosparan, ein wenig Wein und ein paar Rosinen. Als ich wieder in der Stube war legte ich mich auf mein Bett, ich war gerade eingeschlafen, da kam Abu an mein Bett und erzählte mir von seinen Beobachtungen am Ucurius-Tempel in den Elendsviertel. Außerdem erfuhr ich auch das wir heute Nacht eine Patrouille um Bosparan durchführen sollten. Diese Wachdienste wurden immer lächerlicher, jetzt sind wir also auch nur bessere Stadtgardisten oder wie?
Wir kamen an der Stelle vorbei die Abu mir beschrieb, sahen uns noch einmal Kurzum konnten aber nichts finden. Wir setzten unsere Patrouille fort, um einige Straßen weiter von einer Explosion erschüttert zu werden…

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